Einige überraschende Fakten über Japan

Einige überraschende Fakten über Japan

Einige überraschende Fakten über Japan

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"Die Erfahrung des Fremden", mit ihren Feststellungen von Kulturschock und Andersartigkeit, ist seit Jahrhunderten ein wiederkehrendes Thema, besonders in der Reiseliteratur.

"Die Erfahrung des Fremden", mit ihren Feststellungen von Kulturschock und Andersartigkeit, ist seit Jahrhunderten ein wiederkehrendes Thema, besonders in der Reiseliteratur. Unvermeidlich ist dieses Genre voller unzähliger Klischees und Gemeinplätze, die als Entdeckungen ausgegeben werden. In dieser Hinsicht scheint das moderne Japan ein bevorzugtes Feld zu sein. Tatsächlich hat diese Form der Literatur über dieses Land in den letzten Jahrzehnten stetig zugenommen. Sie findet sich heute in Büchern und Zeitschriften sowie in zahlreichen persönlichen Online-Tagebüchern.

Der erste Instinkt eines "exotisierenden" Blicks besteht darin, offensichtlich eigenartige Aspekte zu überzeichnen und dabei die wesentlichen Gemeinsamkeiten zu vergessen, die doch eine unverzichtbare Voraussetzung für solch eine mythische Sichtweise bilden. Mit anderen Worten: Wenn das zeitgenössische Japan uns so leicht in seinen Unterschieden beeindruckt, dann vor allem, weil dieses Land durch seine Entwicklung der letzten etwa hundertfünfzig Jahre in vielerlei Hinsicht dem unseren am nächsten steht von allen Ländern seiner Kulturregion.

Trotzdem bleibt es wahr, dass ein Aufenthalt vor Ort den ausländischen Besucher natürlicherweise zu einer Reihe von Beobachtungen führt, die ihm oft völlig neu sind.

Kulinarische Spezialitäten, die durchaus überraschend wirken

Nicht überraschend bilden kulinarische Gewohnheiten einen ersten Bereich für Entdeckungen. Hier sind einige eher unerwartete, aber häufig konsumierte Zutaten.

  Einige überraschende Fakten über Japan  

Nattō, durch lange Gärung gebräunte Sojabohnen, ist berüchtigt für seinen intensiven Geruch und seine fadenziehende Konsistenz und spaltet sogar die Japaner selbst. In vieler Hinsicht lässt er sich mit bestimmten unserer Sorten von Schmierkäse vergleichen, die auf einem ähnlichen Gärungsprinzip basieren.

Gobō, oder Klettenwurzel, ist eine feine braune Wurzel mit erdiger Geschmack und charakteristischer Textur. In Japan wird sie wie ein Gemüse zubereitet, in Scheiben geschnitten, gerieben oder in Essig eingelegt.

Das Konnyaku ist eine feste Gelatine, hergestellt aus der Wurzel oder Knolle der Pflanze "Teufelszunge". Mit schwammartiger Textur hat dieses verarbeitete Produkt praktisch keinen eigenen Geschmack. Seine Existenz und Ursprünge bilden eine Art Rätsel.

Im Kapitel ungewöhnlicher Geschmäcker könnte man auch die rohe Seeigelzunge (Uni) in Sushi oder die rote Bohne (Azuki), das Hauptzutat traditioneller süßer Speisen, wie in den meisten asiatischen Ländern, nennen.

Siehe auch unser Artikel über Fermentierte japanische Produkte

Eine typisch japanische Gestik

  Einige überraschende Fakten über Japan  

Im Bereich der Gesten scheinen sich bestimmte Reflexe fast unbewusst durchzusetzen. So ist das "V" des Sieges (auch "Peace Sign" genannt: Zeige- und Mittelfinger erhoben, die anderen Finger eingeklappt) bei lokalen Fotoporträts nahezu systematisch anzutreffen, ebenso wie Verbeugungen beim Telefonieren (für einen unsichtbaren Gesprächspartner).

Andere Bewegungen sind bewusster, wie das Üben von Golfschwüngen auf U-Bahn-Bahnsteigen (in der Regel mit einem leichten Vinyl-Regenschirm) für Männer im mittleren Alter, oder das Improvisieren von Baseball (ebenfalls mit denselben Regenschirmen als Schläger) für die Jüngeren. Auf der weiblichen Seite fällt die intensive Pflege des Make-ups in der Öffentlichkeit (besonders in der U-Bahn) mit vollem Zubehör auf, besonders in einem Land, in dem beispielsweise einfach nur essen oder trinken in öffentlichen Verkehrsmitteln allgemein verpönt ist.

Die U-Bahn bietet noch viele andere aufschlussreiche Szenen, von der hektischen Hasenpanik der Fahrgäste, die panisch in Züge eindringen, um sich auf Kosten ihrer Nachbarn auf einen Sitzplatz zu stürzen, bis zum "Sicherheitssyndrom", das dann die glücklichen Gewinner ergreift, und ganze Waggons kann man in einen heilsamen Starrsinn versetzen sehen (manchmal vorgetäuscht). Zu beachten ist, dass dieses Einschlafen-Phänomen langfristig ansteckend wirkt.

Die für das Japanische typischen Sprachreflexe, von formlosen Komplimenten bis zu Entschuldigungsfloskel, die jeden verbalen Austausch durchziehen, bilden ein (großes) Thema für sich. Nennen wir nur ein einfaches Beispiel eines Sprachtics, geboren aus einer neuen Kommunikationssituation: die Frage "ima doko ?" ("Wo bist du jetzt?"), die standardmäßig die meisten Gespräche per Mobiltelefon eröffnet. Derselbe Reflex breitet sich übrigens in denselben Begriffen in allen Ländern aus, die Japan in seinem gegenwärtigen Rennen in den technologischen Abgrund folgen.

Alle diese Beispiele sind als "Klischees" im ursprünglichen Sinne zu verstehen, nämlich als "Momentaufnahmen", die aus dem Leben gegriffen sind, die man irrtümlicherweise nicht zu Feststellungen irgendeines allgemeinen Wertes erheben sollte. Hier wie anderswo kann das Klischee als "vorgefasste Meinung" weder wahr noch falsch sein, da es genau auf der Abwesenheit einer Abgrenzung eines beliebigen Gültigkeitsrahmens beruht. Die Notwendigkeit, immer wieder zu kontextuellen Daten zurückzukehren, wird daher umso wesentlicher, um den Versuchungen eines blinden Exotismus zu entgehen.

Kultur und TraditionGesellschaft

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Häufig gestellte Fragen

Nattō ist ein traditionelles japanisches Lebensmittel aus fermentierten Sojabohnen. Es ist erkennbar an seinem starken Geruch und seiner fadenziehenden Textur. Es wird normalerweise zum Frühstück gegessen, oft serviert auf Reis mit Sojasauce, Senf und rohem Ei.

Japan hat viele überraschende kulinarische Spezialitäten zu bieten: Nattō (fermentierte Sojabohnen mit intensivem Geruch), Gobō (Klettenwurzel, zubereitet wie ein Gemüse), Konnyaku (Gelatine aus "Teufelszunge" ohne Geschmack) oder rohe Seeigel (Uni) im Sushi und Desserts aus roten Bohnen (Azuki).

Das 'V'-Zeichen oder 'Peace Sign' ist bei Japanern bei Fotografien fast automatisch. Popularisiert in den 1970er Jahren, hat sich dieser kulturelle Reflex in den Gewohnheiten verankert und wird heute als natürliche und freundliche Pose vor der Kamera betrachtet.

Ja, Einschlafen in der U-Bahn ist in Japan ein häufiges Phänomen. Japaner, oft müde von langen Arbeitstagen, schlafen gerne in öffentlichen Verkehrsmitteln. Dieses Verhalten ist sozial akzeptiert und wirkt laut Beobachtern sogar ansteckend!

In Japan drückt sich Höflichkeit durch viele Gesten aus: Verbeugungen zur Begrüßung, Schuhe ausziehen beim Betreten eines Hauses, nicht essen oder trinken in öffentlichen Verkehrsmitteln und Objekte oder Visitenkarten mit beiden Händen geben oder annehmen.

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